Jetzt ist er leise wieder eingetreten,
Der stille Mann mit seinem müden Segnen,
Und alle Wesen, die ihm ernst begegnen,
Verneigen sich im letzten, stummen Beten.

Wie liegt der Fluß in diesen Erntetagen
Blank, eine Sichel, die ihr Werk verrichtet,
Und Garben über Garben, goldgeschlichtet,
Lasten wie Glanz auf hochgetürmten Wagen.

Jetzt spenden alle Kelche ihre Neige
Zu letzter Lust, denn dunkel ist das Morgen,
Und stille Gräber, sommers blattgeborgen,
Erschimmern jetzt durch schwarze, kahle Zweige.

Der Meister doch in regloser Gebärde
Blickt wie ein Arzt am Bette eines Weibes,
Das sterbend liegt in Wehen seines Leibes,
Und fühlt den Puls der erntemüden Erde.

Dann wendet er sich ab von all dem Sterben
Und weiht dem jungen Leben sein Erbarmen,
Und aus der Mutter toderstarrten Armen
Hebt er das Kind, den Frühling, ihren Erben!