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Im kahlen Rosenstrauche hängt ein Nest.
O, einst im Lenz, wie quoll daraus und drang,
Wenn Atzung war, geschwätziger Überschwang
Zwitschernder Brut, erfüllend das Geäst!
Nur eine Feder blieb als armer Rest
Und haftet, vor dem Raub der Lüfte bang,
Gleich einem Traume, den die Seele lang
Festhalten will und endlich doch entläßt.
Und zu der erde wendet sich die Schau
Vom Himmel ab, wo längst kein Liederklang
mehr strahlend aufsteigt und zerstiebt im Blau.
Verweht von welken Laubes Niedergang
Sind alle Gründe. Durch das ewige Grau
Weint wie in Wellen weher Windgesang.
Das Nest
Anton Wildgans
(1)
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About Das Nest
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